Geschichte

Concorde

von der französischen und britischen Luftfahrtindustrie entwickeltes Überschall-Verkehrsflugzeug (Mach 2,2) für 128 Passagiere. Aufnahme des Liniendienstes am 21.1.1976 durch Air France und British Airways. Insgesamt wurden 16 Serienflugzeuge gebaut. Nach dem Absturz einer Concorde der Air France am 25.7.2000 nahe Paris, bei dem 113 Menschen ums Leben kamen, wurden von Air France sämtliche Flüge mit diesem Überschalljet eingestellt. Die britische Luftaufsichtsbehörde entzog der Concorde aufgrund schwerwiegender Sicherheitsmängel die Flugtauglichkeitsbescheinigung. Ein halbes Jahr nach der Katastrophe begannen die Betreiber mit der Behebung der Sicherheitsmängel; die Treibstoffbehälter der 12 verbliebenen Concordes wurden mit einem Kevlar-Gummi-Verbundwerkstoff ausgekleidet, der gegebenenfalls ein in die Tankwand geschlagenes Loch von innen verstopfen soll. Außerdem wurde für das Fahrwerk ein widerstandsfähigerer Reifentyp entwickelt und die Kabel im Fahrwerksschacht erhielten eine stärkere Ummantelung. Nach diesen Konstruktionsänderungen erlangte die Concorde ihre Flugtauglichkeitsbescheinigung zurück. Am 7.11.2001 wurde der Liniendienst zwischen Paris und New York sowie zwischen London und New York wieder aufgenommen. Die Flugzeit über den Atlantik betrug 3,5 Stunden. Wirtschaftliche Gründe und besonders die Krise der internationalen Luftfahrt haben nach nunmehr 27 Jahren das Ende des zivilen Überschallflugs herbeigeführt. Offiziell am 31.10.2003 beenden Air France und British Airways die Concorde-Ära, Air France wird seine Concorde-Flüge bereits Ende Mai einstellen.

(c) Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2004