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Schall
[althochdeutsch scal, zu scellan “tönen”, “lärmen”], mechanische Schwingungen (Schallschwingungen) und Wellen (Schallwellen) eines materiellen elastischen Mediums, insbesondere im Frequenzbereich des menschlichen Hörens (Hörschall, Schall im engeren Sinn). Harmonische (reine) Schwingungen mit Frequenzen zwischen etwa 16 und 20000 Hz werden als Ton, periodische (aber nicht sinusförmige) als Klang, unregelmäßig überlagerte als Geräusch empfunden. Schwingungen unterhalb des Hörbereichs (< 16 Hz) heißen Infraschall, oberhalb circa 20 KHz Ultraschall; bei Frequenzen über etwa 1 GHz spricht man von Hyperschall. Die Lehre vom Schall ist die Akustik. Die periodisch von ihrer Erregungsquelle ausgehenden Schwankungen der Massendichte breiten sich als Schallwellen aus. Bei einem festen Schallgeber wird die Schwingung auf das umgebende Medium (im Allgemeinen Luft) und durch dieses auf das Gehör übertragen. Längsschwingungen (Longitudinalwellen) können in Gasen, Flüssigkeiten und Festkörpern auftreten, Querschwingungen (Transversalwellen) nur in festen Körpern (Körperschall). Schallwellen können reflektiert und gebrochen werden; auch Beugung und Interferenz lassen sich unter geeigneten Bedingungen nachweisen. Wie bei allen Wellenvorgängen tritt auch der Doppler-Effekt auf. Der Schall breitet sich mit Schallgeschwindigkeit aus. Auf einen festen Körper auftreffende Schallwellen üben auf diesen einen rasch wechselnden Druck aus (Schalldruck); gleichzeitig werden auf den Körper mechanische Größen wie Impuls und Energie (Schallenergie) übertragen.
(c) Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2004
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